Fruchtbarkeit steigern als Mann in 5 Phasen [Komplettanleitung]

Fruchtbarer als Mann. 

Vielen denken, dass sei höchstens ein Thema für Männer in ihren 50ern, die es nochmal wissen wollen.

Aber das ist weit von der Wahrheit entfernt.

Die Spermienzahl von Männern aus westlichen Ländern hat sich in den letzten 40 Jahren mehr als halbiert! (Artikel)


Und das bedeutet, dass mittlerweile immer mehr Männer in ihren 30er und auch in ihren 20ern faktisch unfruchtbar sind.

Das hier ist also kein Thema für das man sich schämen müsste, denn Unfruchtbarkeit ist sehr weit verbreitet und beschäftigt jung und alt gleichermaßen.

Was du dagegen tun kannst, schauen wir uns im Detail in diesem Artikel an und du erfährst ganz genau, wie du deine Spermienzahl erhöhst und so die Zeugungsfähigkeit als Mann verbesserst!

Warum das Thema so wichtig ist

Nicht nur für Männer, die planen ein Kind zu haben, sind die Themen „Fruchtbarkeit“ und „Spermienzahl erhöhen“ relevant.

Alle Männer profitieren davon, sich damit zu beschäftigen, denn die Spermienzahl ist ein sehr guter Indikator für die männliche Gesundheit.

Sind die Zahl und Qualität niedrig, dann spricht das für tieferliegende gesundheitliche Probleme.

Spermien brauchen ca. 75 Tage, um zu reifen, deshalb sind insbesondere die 3 Monate vor der geplanten Befruchtung wichtig, um deine Ernährung umzustellen und neue Gewohnheiten einzuüben, damit du die höchsten Chancen auf Erfolg und ein gesundes Baby hast.

Väter tragen 50% des genetischen Codes bei.

Doch sie geben mit ihren Spermien nicht nur Gene weiter.

Moderne Studien zeigen, dass auch unsere Lebensweise die Zukunft der Kinder beeinflusst.

Es ist seit Jahren bekannt, dass kränkliche Väter auch kränkliche Kinder bekommen. Die Erklärung war dafür immer „Genetik“: Der Vater war krank, aufgrund von „kranken“ Genen und dadurch war auch das Kind anfälliger.
Eine Studie aus dem letzten Jahr zeigt, dass Spermien nicht nur Gene transportieren, sondern auch epigenetische Informationen. (Studie)

Diese epigenetischen Informationen bestimmen, die DNA-Methylierungsmuster und die wiederum wirken sich auf den Gesundheitszustand des Kindes aus. Und zwar langfristig.

Außerdem sammeln sich diese Informationen während des „Alterungsprozesses“ der Spermien. Sie bleiben nicht konstant gleich, sondern es werden alte Informationen „abgelegt“ und neue „aufgenommen“, während das Spermium reift.

Das bedeutet, die Lebensweise des Vaters und Umwelteinflüsse wirken sich auf die Gesundheit des Nachwuchses aus – und eine Verbesserung dieser Faktoren, beeinflusst den „Informationsgehalt“ und die Qualität der Spermien.

Doch zuerst brauchen wir ein bisschen Theorie: Wie sieht der Prozess aus, bei dem das Erbgut hergestellt wird? Die sogenannte Spermatogenese.

Dieses Wissen hilft uns an einzelnen Stellschrauben in diesem Prozess zu drehen, um die Spermatogenese ganz natürlich anzukurbeln.

Und du wirst sehen, dass nicht nur deine Schwimmer davon profitieren, sondern auch du! Denn dieser Prozess steigert gleichzeitig deine anabolen Hormone, wie Testosteron und du fühlst dich stärker und gesünder.

Nicht umsonst kann die Spermienzahl auch als Indikator für die männliche Gesundheit betrachtet werden. Nur ein gesunder Körper kann sich auch eine gesunde Fruchtbarkeit leisten.

Wie Spermien hergestellt werden

Die Spermatogenese umfasst eine Kaskade von biochemischen Prozessen, die nacheinander ablaufen. Das hier ist eine stark vereinfachte Darstellung des Prozesses und ich halte sie kurz:

Der Hypothalamus im Gehirn gibt die Produktion von Spermien und Testosteron vor. Er setzt das “gonadotropin releasing hormone” (GnRH) oder zu Deutsch Gonadoliberin frei.

GnRH stimuliert die “Hypophyse”. Das ist eine etwa erbsengroße, endokrine Drüse. Sie setzt anschließend zwei Sexualhormone frei: Das luteinisierendes Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH).

Nachdem die Hypophyse LH und FSH in die Blutlaufbahn freigibt, gelangen diese zu den Leydig-Zellen. Das sind die wichtigsten interstitiellen Zellen des Hodens.

In den Leydig-Zellen startet FSH die Spermatogenese, während LH die Testosteron-Synthese anregt.

Jetzt wurde der eigentliche Prozess angestoßen. Doch für das Reifen benötigen die Spermien auch Testosteron. (Studie)

Testosteron entfernt unnötiges Cytoplasma und Organellen.

Du siehst, das ist ein fein abgestimmter Prozess, der im perfekten Gleichgewicht abläuft. Unendlich viele Rädchen greifen ineinander, damit ein reifes, agiles Spermium produziert wird.

Und ein Punkt ist herbei wichtig: Ein künstlicher Eingriff in diesen Prozess kann großes Chaos anrichten.

Testosteronproduktion und Spermienproduktion haben den gleichen Ausgangspunkt.

Und der Prozess wird geregelt durch einen sogenannten „negativen Feedback Loop“. Das bedeutet, wenn die Werte hoch genug steigen, erhält die Hypophyse das Signal die Ausschüttung von LH und LSH einzuschränken, damit der Körper im Gleichgewicht bleibt.

Wenn jetzt beispielsweise jemand eine Hormonersatztherapie mit künstlichem Testosteron beginnt, dann stört er dieses Gleichgewicht.

Die Hypophyse bekommt das Signal die körpereigene Produktion einzuschränken, weil offenbar schon genug T im Körper unterwegs ist.

Aber nicht nur die Ausschüttung von LH wird eingeschränkt, sondern auch von LSH.

Damit sinkt auch die Produktion von frischen Spermien.

Was wir also brauchen sind natürliche Methoden, die die körpereigene Produktion von Spermien (und Testosteron) verbessern.

Welche genau das sind, schauen wir uns gleich an.

Welche Werte sind normal?

Die bessere Frage ist: Welche Werte solltest du anstreben?
Denn normal heißt nicht gleich gut.

Wenn die Spermienzahl durchschnittlich um mehr als 50% gefallen ist seit 1973, dann ist es für den gesundheitsbewussten Mann nicht erstrebenswert im heutigen Durchschnitt zu liegen.

1973 lag die durchschnittliche Spermienzahl bei 99 Millionen pro Milliliter.  
2011 lag sie nur noch bei 47,1 pro ml. (Studie)

Alles unter 39 Millionen pro ml wird als niedrig bezeichnet.
15 Millionen gelten laut der WHO als Referenzwert für Unfruchtbarkeit.

Die Spermienzahl lässt sich am besten bei einem Urologen bestimmen.   
Für einen groben Überblick gibt es allerdings auch Testkits für zuhause.

Aber nicht nur die Spermienzahl ist wichtig, sondern auch die Beweglichkeit.

Dafür wird unterschieden zwischen:

  • A-Spermien: sehr schnell
  • B: wenig schnell
  • C: unbeweglich
  • D: tot

Für eine erfolgreiche, natürliche Befruchtung braucht es rund 60-80% A und B Spermien. Vorzugsweise natürlich A-Spermien, damit genügend Schwimmer es bis zur Eizelle schaffen.

Warum Unfruchtbarkeit bei Männern immer häufiger wird

Neue Studien zeigen, dass Unfruchtbarkeit bei Männern in den letzten Jahren enorm zugenommen hat.

Die Samenqualität hat in den letzten 15 Jahren rapide abgenommen und siebenmal so viele Männer werden behandelt, weil sie keine Kinder kriegen können.

Und die Probleme gehen schon früh los. (Studie)

Forscher an der Hebrew University und der Icahn School of Medicine fanden heraus, dass die Spermienzahl um 59% gesunken ist.

An mancher Stelle wird schon spekuliert, ob die Menschheit wohl daran ausstirbt, dass die Männchen der menschlichen Spezies nicht mehr zeugungsfähig sind. (Studie)

Was sind die Ursachen für diesen drastischen Fruchtbarkeitseinbruch? Das hier sind die wichtigsten:

  • Zu hohe Östrogenwerte
  • Stress
  • Strahlung
  • Pflanzliche Öle
  • Mangelernährung


Jede einzelne dieser Ursachen schauen wir uns jetzt im Detail an und gehen Maßnahmen durch, die du ergreifen kannst, um deine Spermienzahl zu verbessern und so deine Fruchtbarkeit zu erhöhen.

5 Ursachen niedrige Spermienzahl

Östrogen senken

Eine Studie von 1993 fand heraus, dass 53% der untersuchten unfruchtbaren Männer stark erhöhte Östrogenwerte hatte. (Studie)

Und die traurige Nachricht ist: Erhöhte Östrogenwerte sind weit verbreitet.

Das hat viele verschiedene Ursachen. Zum Teil führen Gewohnheiten, die für uns völlig selbstverständlich sind, dazu, dass wir unsere Spermienzahl und Testosteron senken und Östrogen steigern.

Denn Östrogen versteckt sich in unseren Lebensmitteln, in alltäglichen Pflege- und Haushaltsprodukten.

Wie senkst du Östrogen effektiv? 

Das verrate ich dir in meinem kostenlosen „Östrogen-Report“:

4 unschlagbare Strategien, um Östrogen zu senken

… und dadurch die Fruchtbarkeit als Mann zu erhöhen!

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Stress senken

Unser Alltag ist so hektisch, wie noch nie.

Jeder hat zu viel Stress.

Und zwar nicht kurzfristig, sondern chronisch.

Das Problem damit ist: Stress und die dazugehörigen Stresshormone (insbesondere Cortisol) sind für kurzfristige Kampf-oder-Fluchtreaktionen geschaffen.

Denn evolutionsbiologisch begegnete uns Stress praktisch nur in akuten Gefahrensituationen.

Der Körper schaltet in einen „Überlebensmodus“. Der Puls beschleunigt sich und alle Systeme machen sich bereit wegzurennen oder zu kämpfen.

Für diese Situationen ist das eine wunderbare Einrichtung.

Allerdings nicht für chronischen Situationen. Denn dieser „Überlebensmodus“ verlangt viel von uns ab. Der Organismus läuft auf Hochtouren und ist konstant in Alarmbereitschaft.

Das ist der Grund, warum langfristiger Stress uns aufzehrt.

Frauen, die langfristig erhöhte Cortisolwerte aufweisen, haben Probleme schwanger zu werden. Für Männer gilt das Gleiche.

Je höher die Cortisolwerte eines Mannes, desto niedriger seine Spermienzahl und Spermienbeweglichkeit. (Studie)

Außerdem senkt chronischer Stress dein Testosteron gleich auf zweifache Weise:

  1. Das Stresshormon Cortisol wird aus den gleichen Grundbausteinen, wie Testosteron hergestellt (Cholesterin). Wenn der Körper über lange Zeit große Mengen Cortisol produzieren muss, dann gehen für die T-Produktion die Rohstoffe aus.
  2. Überschüssiges Cortisol unterdrückt die Testosteronproduktion noch in den Hoden

Und wenn ich hier von Stress rede, dann meine ich nicht nur den bekannten Stress durch Arbeit, anstrengende Beziehungen oder Nachrichtensendungen.

Stresshormone wie Cortisol können auch durch falsche Ernährung oder schlechtes Training gesteigert werden und so eine Stressreaktion hervorrufen.

Die Kombination aus schlechter Ernährung und Stress im Leben sorgt dafür, dass Cortisol chronisch erhöht ist. Das unterdrückt nicht nur Testosteron und Dopamin, sondern raubt auch jede Antriebsfähigkeit und Motivation.

Was kannst du tun, um deinen Stress zu senken?

Einige simple Ernährungsumstellungen können reichen, um Stresshormone in den Griff zu kriegen.

Denn deine Ernährung beeinflusst direkt deine Hormone und deinen Stoffwechsel.

Die Lebensmittel, die du isst, können deinen Körper aus einem Stresszustand raus und in einigen regenerativen Zustand versetzen.

Wie gelingt das?

Diese Tipps geben dir eine Idee:

  1. Genug essen: Ein Kaloriendefizit bringt deinen Körper in einen Stresszustand. Denn ihm steht weniger Energie durch die Nahrung zur Verfügung, als er verbraucht. Das bedeutet, er muss auf eigene Reserven zugreifen. Zum Abnehmen ist das super. Und wenn dein Körperfettanteil größer als 15% ist, dann ist das auch sinnvoll. Aber davon abgesehen ist ein Defizit kontraproduktiv. Du willst mehr Energie haben? Gib deinem Körper mehr Energie!
  2. Iss‘ mehr Kohlenhydrate: Gerade einfache Kohlenhydrate können schnell deine Cortisolwerte senken. Eine Studie aus Deutschland fand heraus, dass das sogar die Erklärung dafür ist, warum Zucker „süchtig macht“. Das Wohlgefühl nach dem Konsum entsteht auch dadurch, dass Stresshormone runtergefahren werden. Scheue dich also nicht vor einer extra Portion Obst oder Honig. (Quelle)
  3. Vitamin C unterdrückt Cortisol: Vitamin C senkt sowohl die physischen, als auch die psychologischen Effekte von Stress. Eine Dosis von 1.000mg reicht, um Stresshormone drastisch runterzufahren. (Quelle)
  4. Ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien: Gerade eine Mangelversorgung mit Magnesium oder Zink macht sich schnell dadurch bemerkbar, dass die Stresshormone steigen.
  5. Das Aminosäureprofil ausbalancieren: Noch vor wenigen Generationen war es üblich Tiere zu halten, um sich selbst versorgen zu können. Das war kostspielig und zeitaufwändig, deshalb wurde nach der Schlachtung das komplette Tier verwertet. Das bedeutet Knochen, Organe und sonstiges Gewebe wurden genauso gegessen wie das Muskelfleisch.
    Wir haben heutzutage den Luxus im Supermarkt direkt die saftigsten Teile zu kaufen und den Rest links liegen zu lassen. Dadurch essen wir allerdings ein sehr unausgewogenes Aminosäurenprofil.
    Uns fehlen die Aminosäuren, die vorwiegend in Knochen und Bindegewebe vorkommen.
    Und das sind Glycin und Prolin.
    Eine ausgewogene Versorgung mit Aminosäuren ist wichtig für die Schlafqualität und die Energieproduktion des Körpers.
    Um dein Aminosäureprofil auszubalancieren, kannst du entweder regelmäßiger Knochen und Gewebe zu einer Brühe verarbeiten, oder du ergänzt mit einem Gelatine-Supplement (aus sehr hochwertiger Haltung).
  6. Geh‘ in die Kirche: Oder welchen Ort auch immer du für deine spirituelle Erfahrung bevorzugst. Forscher an der University of Missisippi fanden heraus, dass regelmäßige spirituelle Praxis Cortisol um 25% senkt. (Studie)

Strahlung reduzieren

Die Entwicklung kabelloser Technologien macht unser Leben einfacher… doch für unsere Fruchtbarkeit sind sie eine Gefahr.

Die elektromagnetischen Strahlen von Handys, Laptops und Videospiel-Controller durchdringen die dünne Haut deiner Spermienproduzenten und schädigen deine Schwimmer. Spermienzahl und -qualität sinken, und das Risiko für Geburtsdefekte steigt. (Studie)

Halte sämtliche sendende Gerätschaften möglichst von deinen Eiern fern. Schalte dein Handy in den Flugmodus, wenn du es in der Hosentasche mit dir herumträgst und nutze den Laptop nicht auf deinem „Lap“.

Pflanzliche Öle vermeiden

Der vielleicht wichtigste Tipp.

In einer Studie mischten die Forscher eine kleine Menge mehrfach ungesättigten Fettes (Linolsäure) mit Spermaproben von 11 Testpersonen. Das Ergebnis?         

75% der Spermien hörten auf sich zu bewegen. (Studie)

Interessant ist dabei, dass gesättigtes Fett keine Toxizität auf die Spermien aufwies.

Die lipide Peroxidation mehrfach ungesättigter Fettsäuren (a.k.a. ihr „Ranzig-werden im Körper“) kann die Spermienzahl außerdem drastisch senken. (Quelle)

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren finden sich in Sonnenblumenöl, Sojaöl, Rapsöl, Margarine, Distelöl und dergleichen.

Ich weiß, du denkst jetzt wahrscheinlich: Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gelten doch als gesund und die gesättigten sollen doch so schlecht für Herz und Gewicht sein?!!

Jahrelang wurde uns durch die sympathische Margarine-Werbung eingetrichtert, dass pflanzliche Fette, die reich sind an mehrfach-ungesättigten Fettsäuren, die besseren seien und dass gesättigte Fettsäuren schädlich sind. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Besonders anschaulich wird das am sogenannten „Israel-Paradox“, dass ich weite Teile der Gesundheitsbranche scheinbar nicht erklären können:

Israelis essen im Vergleich überdurchschnittlich viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren und deutlich weniger gesättigte Fette… ABER sie haben trotzdem überdurchschnittlich hohe Raten an koronaren Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes.

Gar nicht mehr so paradox, wenn man versteht, dass es genau andersrum ist, als verbreitet: Gesättigte Fettsäuren sind gesund, während mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus stark verarbeiteten pflanzlichen Ölen schädlich sind.

Und das ist auch nur logisch.

Denn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die wir heute essen, sind vollkommen unnatürlich und waren für hunderttausende von Jahren überhaupt kein Bestandteil der menschlichen Ernährung.

Um aus Raps oder Soja Öl zu gewinnen, ist ein aufwändiger, industrieller Prozess nötig, bei dem unter anderem toxische Lösungsmittel, wie Hexan zugefügt werden.

Gesättigte Fettsäuren, wie wir sie in tierischen Produkten finden, waren für den längsten Teil unserer menschlichen Entwicklung, fester Bestandteil unserer Ernährung.

Insbesondere das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren bringen wir durch diese pflanzlichen Öle zunehmend durcheinander.

Es wird angenommen, dass ein Verhältnis von 1:1 als gesund und natürlich gilt. Wir sind mittlerweile bei 16:1 zugunsten der Omega-6 Fettsäuren angekommen.[3]

Das Problem damit ist, dass Omega-6 Fettsäuren Entzündungen begünstigen.

Unfruchtbare Männer hatten in einer Studie, ein doppelt so hohes Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3, wie fruchtbare „normale“ Männer. (Studie)

Natürlich ist Korrelation nicht gleich Kausalität, aber auch bei Ratten, die vermehrt mit Omega 6 Fettsäuren gefüttert werden, sinkt die Spermienzahl, die Spermiendichte und – beweglichkeit. Außerdem sind die Spermien stärker deformiert. (Studie)

Kurz: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren beschädigen deine Spermien, senken Testosteron und begünstigen eine ganze Reihe anderer Zivilisationskrankheiten.

Vermeide aus diesem Grund Sonnenblumenöl, Distelöl, Sojaöl, Rapsöl und Margarine.

Verwende stattdessen Kokosöl, Olivenöl, Arganöl, Butter oder Ghee.

Mangelernährung beheben

Veganismus und Vegetarismus sind so beliebt wie noch nie.   
Überall schießen vegane Restaurants aus dem Boden und im Supermarkt werden Lebensmittel erfolgreich mit dem „Vegan“-Logo beworben.

Die vegane Community hat vollkommen recht, dass wir über Tierhaltung reden müssen. Massentierhaltung ist weder gut für die Tiere noch für uns Menschen.        
Doch klar ist auch, dass Veganer Schwierigkeiten haben, sich ausreichend mit bestimmten Nährstoffen zu versorgen.

Und das gilt insbesondere für das berüchtigte Vitamin B12 und die fettlöslichen Vitamine A und K, die ganz entscheidend sind für die reproduktive Gesundheit.

Vitamin A wird benötigt, um aus Cholesterin das Muttersteroid Pregnenolon herzustellen, dass wiederum gebraucht wird, um Testosteron zu synthetisieren und selbst entscheidend an der Spermatogenese beteiligt.

In den 40er Jahren wurde Pregnenolon sogar als Medikament eingesetzt, um Unfruchtbarkeit zu kurieren.

Veganer werden jetzt argumentieren, dass in pflanzlichen Lebensmitteln auch Vitamin A vorhanden ist, und zwar in der Form Beta-Carotin.         
Und es stimmt, dass der Körper aus Beta-Carotin die aktive Form von Vitamin A herstellen kann.

Das Problem ist, dass diese Herstellung nicht im Verhältnis 1:1 passiert. Obst kann beispielsweise nur im Verhältnis 12:1 und Blattgemüse nur im Verhältnis 28:1 umgewandelt werden. (Quelle)

Und je höher die Dosis, desto schlechter die Umwandlung. 
Wenn Testpersonen 6mg pures Beta-Carotin in Öl verabreicht wurde, konnte der Körper es noch im Verhältnis 3,8:1 in Vitamin A umwandeln. Bei 126mg waren es dann nur noch 55:1. (Quelle)

Dazu kommt noch, dass nicht alle Menschen gleich gut Beta-Carotin in Vitamin A umwandeln können. Denn dafür wird ein Enzym benötigt, dass nicht alle Menschen haben.

Kurz: Aktives Vitamin A ist nur ein beispielhaftes Vitamin, das bei einer veganen Ernährung etwas kurz kommt, da das Provitamin Beta-Carotin eine niedrige Bioverfügbarkeit hat. Das aktive Vitamin A findet sich nur in tierischen Produkten. Daneben sind noch Vitamin K, Vitamin B12 und Zink zu nennen.

Aber nicht nur Veganer laufen Gefahr sich mit essenziellen Nährstoffen unzureichend zu versorgen. Auch unsere westliche Diät, die vorwiegend aus stark verarbeiteten Lebensmitteln besteht, gibt uns nicht das, was unsere Körper brauchen.

Wie schon angesprochen wird Vitamin A benötigt, um die Hormone herzustellen, die für eine gesunde Spermatogenese benötigt werden. 
Vitamin A findest du in Leber, Käse, Butter Lebertran und mit Abstrichen Süßkartoffeln und Möhren.     

Falls du diese Lebensmittel nur selten isst, dann kannst du mit einem Ergänzungsmittel nachhelfen, dass die aktive Form von Vitamin A enthält.

Vitamin E wird in manchen Kreisen auch das „Fruchtbarkeits-Vitamin“ genannt, denn es erhöht den Testosteronspiegel und verbessert die Furchtbarkeit von sowohl Männern als auch Frauen.     

Als Antioxidans schützt es die Zellen vor oxidativem Schaden und toxischen Substanzen. 
Studien zeigen, dass Vitamin E dadurch die Spermienzahl erhöhen kann.  
Vitamin E findest du in Spinat, Paranüssen, Eigelb, Avocado und Schrimps. (Quelle)

Vitamin K, in der Form K2 Mk-4 erhöht nachweislich den Testosteronspiegel und verbessert die Spermienqualität. Es findet sich in Weidebutter, Leber und Eigelb.

Vitamin B12 hält die Nervenzellen gesund und unterstützt den Körper bei der DNA-Herstellung. Ein Vitamin B12 Mangel kann die Spermienzahl und -beweglichkeit senken und erhöht das Risiko für Fehlgeburten. (Quelle)

Auch Vitamin B12 findet sich in Leber, Rindfleisch, Eiern und Milchprodukten.

Drei wichtige Mineralien für die Fruchtbarkeit und Testosteronproduktion sind Folsäure, Zink und Selen. 
In einer Studie erhöhten 5mg Folsäure zusammen mit 66mg Zink die Spermienzahl von Männern mit Fruchtbarkeitsproblemen um 74%. (Quelle)

ABER mit Ergänzungsmitteln nachzuhelfen ist meiner Ansicht nach weniger ratsam bei Folsäure. Besser sind natürliche Lebensmittel. Folsäure findet sich vor allem in Leber, Spargel, Eiern, Roter Beete und Zitrusfrüchten. 
Zink gibt es in Austern, Fleisch, Milchprodukten und Eiern.

Schritt für Schritt zum Erfolg

Das waren viele Infos auf einmal. 

Und es ist immer sehr verlockend sofort so viel wir möglich umzusetzen, um schnell Erfolge zu sehen. 

Aber das kann auch nach hinten losgehen. 

Denn wenn du mehrere große Baustellen gleichzeitig in Angriff nimmst, dann erschöpft irgendwann die Willenskraft und es wird wahrscheinlicher, dass du alle guten Vorsätze fallen lässt. 

Deshalb rate ich dir, Stück für Stück an die Sache ranzugehen. 

Fang‘ mit einer Umstellung an. Und sobald du die verinnerlicht hast, knöpfe dir die nächste vor. 

Das dauert vielleicht etwas länger, aber ist dafür umso effektiver. 

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung!

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4 unschlagbare Strategien, um Östrogen zu senken

… und dadurch die Fruchtbarkeit als Mann zu erhöhen!

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